Foto: Denkfabrik R21/Shutterstock

Prozess gegen Deutschland – Thalia Theater Hamburg

Vom 13. bis 15. November inszenierte Milo Rau am Hamburger Thalia-Theater einen „Prozess gegen Deutschland“ über ein Verbot der AfD. Der Clou: alle Seiten sollten zu Wort kommen, und daher nahm auch R21-Leiter Andreas Rödder die Einladung, als Gesprächspartner mitzuwirken, ohne zu zögern an.

Seine Vernehmung durch den Vertreter der Anklage, Andreas Speith, geriet allerdings zu einem Musterstück der Kultur der Insinuation und der Unterstellung, der Rödder allerdings so vehement entgegentrat, wie es Bürgerliche seit Jahren hätten tun sollen. Auch sonst offenbarte der „Prozess“ sowohl die Chancen eines Gesprächs miteinander als auch die Verkürzungen einer deutschen Debatte, die von Empörung und fake news geprägt ist.

Während eingeladene Vertreter, die nicht kamen, behaupteten, das Ergebnis eines Verbots stehe schon fest, titelte die taz nach dem Votum der Geschworenen – kein Verbot, aber Einleitung eines Verfahrens – „Verbotsverfahren erfolgreich“. Ein weiterer Beleg für die dringende Notwendigkeit differenzierter Argumentation und neuer Spielregeln einer demokratischen Öffentlichkeit. Mit anderen Worten: des Anliegens von R21.

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  • Andreas Rödder

    Andreas Rödder ist Leiter der Denkfabrik R21 und Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war Fellow am Historischen Kolleg in München sowie Gastprofessor an der Brandeis University bei Boston, Mass., und an der London School of Economics. Rödder hat sechs Monographien publiziert, darunter „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ (2015) und „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“ (2018), sowie die politische Streitschrift „Konservativ 21.0. Eine Agenda für Deutschland“ (2019). Andreas Rödder nimmt als Talkshowgast, Interviewpartner und Autor regelmäßig in nationalen und internationalen Medien zu gesellschaftlichen und politischen Fragen Stellung; er ist Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident der Stresemann-Gesellschaft.

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Andreas Rödder

Andreas Rödder ist Leiter der Denkfabrik R21 und Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war Fellow am Historischen Kolleg in München sowie Gastprofessor an der Brandeis University bei Boston, Mass., und an der London School of Economics. Rödder hat sechs Monographien publiziert, darunter „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ (2015) und „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“ (2018), sowie die politische Streitschrift „Konservativ 21.0. Eine Agenda für Deutschland“ (2019). Andreas Rödder nimmt als Talkshowgast, Interviewpartner und Autor regelmäßig in nationalen und internationalen Medien zu gesellschaftlichen und politischen Fragen Stellung; er ist Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident der Stresemann-Gesellschaft.

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