Foto: Denkfabrik R21

Eckpfeiler einer bürgerlichen Verkehrspolitik

Die Verkehrspolitik in Deutschland wird heute maßgeblich von den Zielen einer sogenannten „Verkehrswende“ bestimmt. Unter diesem Begriff wird ein grundlegender Wandel des Verkehrs- und Mobilitätssystems propagiert, um den Verkehr umweltfreundlicher, nachhaltiger, sozial gerechter und klimaverträglicher zu gestalten. Dies soll durch umfassende staatliche Lenkungsmaßnahmen und Interventionen erreicht werden. Ein solcher Ansatz gefährdet jedoch die individuelle Mobilität sowie die wirtschaftliche Effizienz und Innovation im Transportsektor. Dreißig Jahre nach dem Start der durch die EU angestoßenen Liberalisierung droht ein Rückfall in alte Muster der Regulierung und kleinteiliger staatlicher Vorgaben für die Verkehrsmärkte. Bürgerliche Verkehrspolitik sollte sich dagegen auf die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft besinnen und Freiheit, Eigenverantwortung und marktwirtschaftliche Problemlösungen für den Verkehrssektor in den Mittelpunkt stellen. Dieses Papier entwickelt einen ordnungspolitischen Rahmen für eine solche Politik, der die bewährten Grundsätze einer liberalen Wirtschaftsordnung auf den Verkehrssektor überträgt und dabei sowohl ökologische als auch ökonomische Ziele durch den Einsatz marktkonformer Instrumente anstelle dirigistischer Eingriffe erreicht.

  • Bürgerliche Verkehrspolitik setzt sich vom „Verkehrswende“-Paradigma und seinem planwirtschaftlich ausgerichteten Interventionismus ab.
  • Die Prinzipien bürgerlicher Verkehrspolitik gründen auf individueller Freiheit, Eigenverantwortung und Marktwirtschaft.
  • Individuelle Mobilität gehört zur persönlichen Freiheit jedes Bürgers. Bürgerliche Verkehrspolitik schützt das Recht auf Automobilität als legitime Form der Fortbewegung.
  • Die Wahl der geeigneten Antriebstechnologie soll die freie Entscheidung der Nutzer bleiben. Daher sind u.a. Verbrennerverbot und Flottengrenzwerte abzuschaffen. Stattdessen sollten alternative Kraftstoffe entsprechend ihrer Emissionsminderung steuerlich begünstigt werden.
  • Eine einseitige Ausrichtung der Investitionstätigkeit auf den Schienenverkehr aus klimapolitischen Gründen darf es nicht geben, da für den Klimaschutz im Verkehr der Emissionshandel zuständig ist.
  • Die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur sollte nicht mehr allein über allgemeine Steuermittel erfolgen. Je nach Verkehrsträger sollten maßgeblich die Nutzer dafür aufkommen.
  • Klimapolitik im Verkehr ist nur noch über die Einbeziehung fossiler Treibstoffe in den Emissionshandel zu betreiben. Alle sonstigen Regulierungen und Verbote, um Treibstoffe und damit CO2 einzusparen, sind damit obsolet.

Sie finden den vollständigen Eckpfeiler einer bürgerlichen Verkehrspolitik hier.

Author

703 Fördermitglieder aktuell
Unser Ziel 1.000
70%
Noch 297 bis zum Ziel!
Jetzt Fördermitglied werden

Neueste Beiträge

Am meisten gelesen

Tags

Denkfabrik R21 Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden

News

Ähnliche Artikel

Deutschlands Selbstverpflichtung auf Klimaneutralität bis 2045 ist ein sicherer Weg in die Deindustrialisierung, schreibt Kristina Schröder in ihrer aktuellen Kolumne...

Die Klimapolitik hat sich in eine Sackgasse manövriert. National wie europäisch treiben die hohen Kosten eines regulativen Klein-Klein Industrie aus...

Der Weg der deutschen Energie- und Klimapolitik gleicht einem eng abgesteckten Hindernislauf. Die Politik markiert die Laufbahn mit Verboten, Verordnungen...

R21-Wirtschaftsexperte Nils Hesse im Gespräch mit der ehemaligen argentinischen Außenministerin Diana Mondino Diana Mondino war von Dezember 2023 bis Oktober...

Liebe Sarah, Spassfrage zuerst. Aus der Zukunft ein Blick zurück: was passiert mit Menschen und Robotern? Früher kamen Roboter auf...

Bei Markus Lanz irritierte Ministerpräsident Daniel Günther mit Zensurforderungen, welche er nachher bestritt. „Sorry, das ist eines Ministerpräsidenten unwürdig!“, schreibt...

Zur Aufkündigung des antitotalitären Grundkonsenses Der Beitrag erschien erstmals am 3. Dezember 2025 in der Zeitschrift „Die Politische Meinung“, Ausgabe...

Der Gastbeitrag erschien am 25. Januar 2026 im Handelsblatt und ist hier abrufbar. Perspektiven entstehen nicht durch Steuern, sondern durch...

Warum ausgerechnet Intellektuelle den Markt bekämpfen Der Beitrag erschien erstmals am 21. Januar 2026 bei Cicero Online und ist hier...