Die Klimapolitik hat sich in eine Sackgasse manövriert. National wie europäisch treiben die hohen Kosten eines regulativen Klein-Klein Industrie aus dem Markt, während weltweit kaum jemand dem deutschen und europäischen Vorbild folgt. Die wachsende Kritik von Industrie und Gewerkschaften entlädt sich ausgerechnet an den marktwirtschaftlichsten Instrumenten der Klimapolitik. In dieser Situation braucht es ein Umdenken – und neue Ideen.
Solche Ideen entwickelt Jochen Andritzky, Gründer der Zukunft-Fabrik.2050, in seinem Buch Visionen braucht das Land. Darin entwirft er Zukunftsbilder, die helfen, aus dem deutschen Klimalabyrinth herauszufinden: kleinteilige Regulierung und Subventionen zu überwinden, Zielkonflikte offen zu benennen – und den Weg zu einem globalen Emissionshandel zu ebnen.
Im R21-Klimapodcast „Der Preis ist heiß“ diskutiert Jochen Andritzky diese Kernthesen mit dem R21-Ökonomen Nils Hesse. Gemeinsam identifizieren sie weitere Instrumente, die auf die Vision eines globalen, reziproken Emissionshandels einzahlen.
Das Papier von Jochen Andritzky und Nils Hesse zur Ausweitung des EU-ETS auf andere Länder finden Sie hier.
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Nils Hesse berät und unterstützt die Denkfabrik R21 in Fragen der Ordnungspolitik und der Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. Er hat Abschlüsse in VWL, BWL, Social Science und Politikwissenschaften und an der Uni Freiburg / Abteilung für Wirtschaftspolitik promoviert. Nils Hesse hat unter anderem als Redenschreiber im Bundeswirtschaftsministerium, Referent beim BDI, Wirtschaftspolitischer Grundsatzreferent im Kanzleramt, Journalist, Economic Analyst bei der EU-Kommission, Lehrbeauftragter und Fraktionsreferent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gearbeitet. Derzeit arbeitet er an einer Habilitationsschrift zum Thema „Ordoliberalismus und Populismus“.
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