Rote Linien bürgerlicher Politik

In den 2020er Jahren erleben die westlichen Gesellschaften einen politischen Pendelschlag nach rechts. Die entscheidende Frage ist, ob dieser Pendelschlag in der rechten Mitte abgefangen wird oder ob er nach rechtsaußen durchschwingt. Denn die zentrale politische Auseinandersetzung der kommenden Jahre wird auf der politischen Rechten geführt. Während die pauschale Ausgrenzung der neuen Rechten durch die […]
On Charlie Kirk

Kulturkämpfe entstehen an Universitäten, an Kulturkämpfe koppeln sich kollektive Ängste vor Wandel und Verlust der nationalen Identität, der Hegemonie des Westens, dem Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen seit der sexuellen Revolution – dies umso mehr vor dem Hintergrund der Radikalisierung von Individualitäten im digitalen Zeitalter. Nicht erst seit den 60er Jahren, sondern extrem verstärkt seit der ersten […]
«Die Demokratie wird überspannt»

Der Historiker Andreas Rödder sieht sowohl die linke Identitätspolitik als auch die rechtspopulistische Gegenbewegung als Gefahr für die liberale Demokratie. Dennoch zeigt er sich im Gespräch mit Rico Bandle vorsichtig optimistisch für Europa. Das Interview erschien erstmals in der Printausgabe der NZZ vom 2. September 2025. Sie finden es auch hier. Herr Rödder, Sie sprachen […]
Das Kriegsministerium: cowboyhafte Nostalgie, weise Voraussicht oder Zeichen der Schwäche?

«I have seen the future», sang Leonard Cohen, «and it’s murder». Kriege kommen, und enden, Imperien entstehen und vergehen, derzeit entstehen sie vielleicht wieder: Putin strebt ein großrussisches Reich an, russische Drohnen dringen in Polen ein, China betreibt imperialistische Politik, Iran auch; sowohl die NASA als auch China in Kollaboration mit Russland (über die die […]
Andreas Rödder: «Im Westen herrscht eine Werteverwirrung»
Nach dem Ende des Kalten Krieges 1990 habe sich der Westen als Sieger am Ende der Geschichte gewähnt, sagt R21-Leiter Andreas Rödder in einem Vortrag am Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern am 27. August 2025. Man habe erwartet, dass sich Marktwirtschaft und liberale Demokratie nun auf der ganzen Welt durchsetzen würden, […]
Nukleare Abschreckung und internationale Ordnung

In der aktuellen Phase des Russland-Ukraine-Konflikts werden drei fundamentale Punkte überdeutlich. Erstens: Die Idee einer Welt ohne Kernwaffen ist Wunschdenken. Zweitens: Ob Kernwaffen zur Stabilität der internationalen Ordnung beitragen, hängt stark davon ab, wer sie kontrolliert. Drittens: Angesichts nuklearer Bedrohungen bleiben liberale Demokratien auf unbestimmte Zeit existenziell auf nukleare Abschreckung angewiesen. Der erste Punkt war […]
Scheitert der Westen an Hybris und Selbsthass?

„Global gescheitert?“ ist der Titel des neuen Buches von Susanne Schröter, Professorin am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und eine der Initiatorinnen der Denkfabrik R21. Im Interview erläutert sie, warum das Paradox von Hybris und Selbsthass extrem zerstörerisch ist, wie die Grundlagen von Demokratie und Freiheit durch linke Aktivisten in Fragen gestellt […]
Zeitenwende als Mentalitätswende begreifen

Die Zeitenwende begann nicht am 24. Februar, dem Tag, an dem Russland die Ukraine überfiel. Der Versuch der gewaltsamen Landnahme, der sich zu einem seit Monaten andauernden Vernichtungskrieg entwickelt hat, ist der vorläufige Höhepunkt einer harten Konfrontationsstrategie Russlands gegenüber dem Westen. Darin waren sich Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Bundeswehr-Universität in München, […]