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Nachhaltigkeit – „ein Wieselwort“

Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat an Attraktivität verloren. Wie kann er wieder aufholen und zugleich die nötigen ökolögischen Weichen stellen? Wie kommen wir bei der Digitalisierung voran? Welche steuerpolitischen Reformen sind nötig?

Darüber unterhält sich R21-Gründungsmitglied Lars Feld mit seinem Fachkollegen Justus Haucap in der neuesten Ausgabe ihres Podcasts “Feld & Haucap”.

Für Feld ist der Begriff der Nachhaltigkeit, der mehr denn je in aktuellen Studien und Debattenbeiträgen auftaucht, zu unbestimmt:“ein Wieselwort“. Er fordert auf, Sachverhalte nicht zu vernebeln, sondern konkrete Schritte zu benennen. Um beispielsweise den Strukturwandel hin zur klimaneutralen Wirtschaft zu meistern, wird weiteres Wirtschaftswachstum nötig sein – getrieben durch innovative Technik und modernste Produktionsanlagen.

Export bleibt wichtig

Die Sicherung von Wachstums und Wohlstand wird auf Dauer aber nur gelingen, wenn die internationale Nachfrage für die heimischen Produkte bleibt. Als Felder, in denen Deutschland sich als Anbieter sich eine besondere Marktposition erarbeiten könnte, kommen aus der Sicht der beiden Ökonomen Wasserstoff und Verkehrsinnovationen in Frage.

Zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort gehören auch gute steuerliche Bedingungen für Unternehmen – Deutschland hat dabei gegenüber anderen Ländern verloren. Hier sollte der Staat ansetzen, statt wirtschaftliche Strukturanpassungen zu subventionieren.

Der Podcast bei The Pioneer >

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