Foto: Denkfabrik R21/Shutterstock

Enquete-Kommission: „Lehren aus der Coronapandemie“

Im Rahmen der Enquete-Kommission „Lehren aus der Coronapandemie“ des Brandenburger Landtags erarbeiten Abgeordnete gemeinsam mit Fachleuten Empfehlungen, um das Gesundheitswesen des Landes künftig widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Pandemien zu machen. Zugleich soll eine politische Aufarbeitung der Corona-Jahre erfolgen. Am Freitag stand dabei eines der wohl umstrittensten Themen im Mittelpunkt: die Schulschließungen.

Als Sachverständige war am 13. Februar die stellvertretende Vorsitzende der Denkfabrik R21, Kristina Schröder, in ihrer Eigenschaft als frühere Bundesfamilienministerin geladen worden. In ihrem Statement legte sie dar, inwiefern die Schließungen von Kitas und Schulen aus ihrer Sicht grundlegende Rechte von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigt hätten.

Schröder argumentierte, es sei von Beginn an bekannt gewesen, dass Kinder und Jugendliche selbst nur in geringem Maße von Covid-19 betroffen waren. Die Maßnahmen im Bildungsbereich seien ihnen daher primär mit Blick auf den Schutz anderer Bevölkerungsgruppen auferlegt worden. Darin sieht sie einen Verstoß gegen das sogenannte Verzweckungsverbot nach Immanuel Kant, dem zufolge Menschen niemals ausschließlich als Mittel zum Zweck anderer behandelt werden dürfen.

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  • Kristina Schröder

    Kristina Schröder ist stellvertretende Leiterin der Denkfabrik R21 und arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung WELT. Von 2002 bis 2017 war die Christdemokratin Mitglied des Deutschen Bundestages. Neben ihrem Mandat schrieb sie ihre Dissertation bei dem Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter zum Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit. Von 2009 bis 2013 war sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Danke, emanzipiert sind wir selber. Abschied vom Diktat der Rollenbilder“ lautete der Titel ihrer 2012 erschienenen Streitschrift, in der sie für eine Politik der Wahlfreiheit und des Respekt des Staates gegenüber privaten Lebensentwürfen von Frauen und Familien plädiert. Im September 2021 veröffentlichte Kristina Schröder die Essaysammlung "FreiSinnig. Politische Notizen zur Lage der Zukunft". Schröder engagiert sich ehrenamtlich in der schulischen Elternarbeit und als Botschafterin der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft.

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Kristina Schröder

Kristina Schröder ist stellvertretende Leiterin der Denkfabrik R21 und arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Publizistin und Kolumnistin bei der Tageszeitung WELT. Von 2002 bis 2017 war die Christdemokratin Mitglied des Deutschen Bundestages. Neben ihrem Mandat schrieb sie ihre Dissertation bei dem Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter zum Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit. Von 2009 bis 2013 war sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Danke, emanzipiert sind wir selber. Abschied vom Diktat der Rollenbilder“ lautete der Titel ihrer 2012 erschienenen Streitschrift, in der sie für eine Politik der Wahlfreiheit und des Respekt des Staates gegenüber privaten Lebensentwürfen von Frauen und Familien plädiert. Im September 2021 veröffentlichte Kristina Schröder die Essaysammlung "FreiSinnig. Politische Notizen zur Lage der Zukunft". Schröder engagiert sich ehrenamtlich in der schulischen Elternarbeit und als Botschafterin der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft.

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