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Irreguläre Migration hat Deutschland destabilisiert

„Die massenhafte, irreguläre Migration seit 2015 hat die deutsche Gesellschaft destabilisiert und überfordert“ – das sagt Susanne Schröter im Gespräch mit der Tageszeitung „Die Welt“. Die R21-Migrationsexpertin fordert eine robuste und wehrhafte Politik der Mitte, die die Ängste der Deutschen ernst nimmt.

Susanne Schröter ist Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Im Gespräch mit der „Welt“ warnt sie vor den Folgen einer verfehlten Migrations- und Integrationspolitik: „Wir haben Verhältnisse, die in zehn Jahren wie in Frankreich sein werden, was Parallelgesellschaften, Banlieues, soziale und kulturelle Segregation etc. anbelangt.“ Islamistische Gewalt werde zunehmen. Die Politik müsse gegensteuern, fordert sie – „auch mit unpopulären Maßnahmen wie Vereinsverboten, Abschiebungen von Straftätern und insgesamt mit der Rückgewinnung der Kontrolle über das Migrationsgeschehen.“

Man könne nur so viele Flüchtlinge aufnehmen, wie man integrieren kann, so die Ethnologin. Eine halbe Million Menschen pro Jahr sei viel zu viel. Deutschland müsse einsehen, dass die eigenen Ressourcen begrenzt sind. Die Zuwanderung nach Deutschland basiere auf einer permanenten Regelverletzung, denn die Mehrzahl der Menschen komme aus sicheren Herkunftsländern und müsste eigentlich dorthin zurückgeführt werden. Doch wer in Deutschland ankomme, bleibe fast immer, selbst wenn Asylanträge abgelehnt werden. Deshalb brauche es grundlegende Reformen in der Flüchtlingspolitik.

„Bürgerliche Politik muss verhindern, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet und die radikalen Ränder das Geschehen bestimmen“, so Schröter. „Deshalb engagiere ich mich beispielsweise in der Denkfabrik Republik21.“

Author

  • Susanne Schröter ist Professorin am Institut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Vorstandsmitglied des „Deutschen Orient-Instituts“ und Senatsmitglied der „Deutschen Nationalstiftung“. Sie ist im wissenschaftlichen Beirat der „Bundeszentrale für politische Bildung“ sowie im Österreichischen Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischem Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam).
    Des Weiteren ist sie Mitglied der „Hessischen Integrationskonferenz“, des „Dialog Forum Islam Hessen“, des „Hessischen Präventionsnetzwerk gegen Salafismus“ und der „Polytechnischen Gesellschaft“. Im November 2014 gründete sie das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“ (FFGI) und ist seitdem Direktorin der Einrichtung.

    Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Islamismus und Dschihadismus; progressiver und liberaler Islam; Frauenbewegungen in der islamischen Welt; Konstruktionen von Gender und Sexualität; Säkularismus und Religion; Flüchtlinge und Integration; politische, religiöse und ethnische Konflikte.

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Susanne Schröter

Susanne Schröter ist Professorin am Institut für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Vorstandsmitglied des „Deutschen Orient-Instituts“ und Senatsmitglied der „Deutschen Nationalstiftung“. Sie ist im wissenschaftlichen Beirat der „Bundeszentrale für politische Bildung“ sowie im Österreichischen Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischem Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam).
Des Weiteren ist sie Mitglied der „Hessischen Integrationskonferenz“, des „Dialog Forum Islam Hessen“, des „Hessischen Präventionsnetzwerk gegen Salafismus“ und der „Polytechnischen Gesellschaft“. Im November 2014 gründete sie das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“ (FFGI) und ist seitdem Direktorin der Einrichtung.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Islamismus und Dschihadismus; progressiver und liberaler Islam; Frauenbewegungen in der islamischen Welt; Konstruktionen von Gender und Sexualität; Säkularismus und Religion; Flüchtlinge und Integration; politische, religiöse und ethnische Konflikte.

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