Foto: Denkfabrik R21

Institutionelle Förderung für R21

Sehr geehrte Freunde und Unterstützer von R21,

Sie werden wahrscheinlich mitbekommen haben, dass Republik21 eine Förderung von 250.000 Euro aus dem Bundeshaushalt zugesprochen worden ist, die ein lebhaftes publizistisches Echo hervorgerufen hat. Die Kritik von links, der unsere gesamte Richtung nicht passt und die versucht, uns mit fake news und Polemik zu diffamieren, sehen wir eher als Bestätigung unserer Notwendigkeit. Sehr ernst nehmen wir hingegen die Kritik, die nicht versteht, warum die bürgerliche Denkfabrik jetzt Staatsgeld in Anspruch nimmt, und die befürchtet, dass wir unsere Unabhängigkeit aufs Spiel setzen.

Wir haben selbst lange überlegt, ob wir diesen Schritt gehen sollen. In der besten aller möglichen Welten würden wir R21 allerliebstens aus rein privaten Mitteln finanzieren. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir in den vergangenen Jahren mit all unseren Bemühungen um nicht-staatliche Finanzierung zwar auf vehemente Klagen gestoßen sind, wie schlimm doch alles sei, allzu oft aber auf sehr viel weniger Bereitschaft, R21 als bürgerliche Stimme im öffentlichen Diskurs materiell zu unterstützen. Damit sind natürlich nicht Sie als unsere Fördermitglieder oder unsere Spender gemeint, im Gegenteil. Wir sind Ihnen allen für Ihre Unterstützung zutiefst dankbar, die für R21 von existenzieller Bedeutung ist und die uns jeden Tag in unserer Arbeit motiviert. Wir benötigen aber zusätzliche Mittel, um bürgerlich-liberale Beiträge in der politischen Diskussion in dem Maße und in der Breite, mit der Nachhaltigkeit und der Wirkung zu entwickeln und zu kommunizieren, wie unser Land sie dringend braucht. So lange es uns noch nicht gelungen ist, diese Mittel aus privaten Spenden abzudecken, gibt uns die staatliche Förderung Planungssicherheit für unsere Initiative und nicht zuletzt für unsere Mitarbeiter – und sie stellt zugleich ein wenig mehr „Waffengleichheit“ gegenüber all den vielen politisch anders verorteten Initiativen her.

Trotzdem bleibt es dabei: Wir würden uns sehr viel lieber allein aus privaten Mitteln finanzieren, und wir werden uns mit allen Kräften bemühen, unsere Finanzierung auf diesem Wege einzuwerben, um auf staatliche Förderung verzichten zu können. Daher haben wir uns als Zwischenziel gesetzt: Wir wollen für jeden Euro staatliche Förderung zwei Euro aus Spenden und Fördermitgliedschaften einwerben und werden auch regelmäßig darüber berichten, ob wir dieses Ziel erreichen. In diesem Sinne haben wir zwei große Bitten an Sie: Bitte bleiben Sie uns treu. Und bitte helfen Sie uns, weitere Unterstützer zu finden, um fundierten Argumenten einer bürgerlichen Politik in der Diskussion die gebotene Bedeutung zu verschaffen.

Unsere Mission ist längst nicht erfüllt, im Gegenteil: sie fängt in einem prekären „Herbst der Entscheidungen“, in dem Deutschland am Scheideweg steht, eigentlich erst richtig an! Es bleibt viel zu tun für Deutschland, und wir haben noch viel vor – aber seien Sie sicher, dass eines bleiben wird, wie es war und wie es ist: R21 wird weiter die unabhängige, eigenständige und kraftvolle Stimme eines bürgerlichen Deutschlands sein.

In diesem Sinne bitten wir Sie um Ihr Vertrauen und grüßen Sie herzlich

Ihre

Prof. Dr. Andreas Rödder, Dr. Kristina Schröder, Dr. Harald Mosler

Andreas Rödder

Andreas Rödder ist Leiter der Denkfabrik R21 und Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war Fellow am Historischen Kolleg in München sowie Gastprofessor an der Brandeis University bei Boston, Mass., und an der London School of Economics. Rödder hat sechs Monographien publiziert, darunter „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ (2015) und „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“ (2018), sowie die politische Streitschrift „Konservativ 21.0. Eine Agenda für Deutschland“ (2019). Andreas Rödder nimmt als Talkshowgast, Interviewpartner und Autor regelmäßig in nationalen und internationalen Medien zu gesellschaftlichen und politischen Fragen Stellung; er ist Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident der Stresemann-Gesellschaft.

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