In dieser Folge spricht Nils Hesse mit Prof. David Stadelmann von der Universität Bayreuth über die Perspektive eines Politökonomen auf unsere Klima- und Energiepolitik. Dabei erklärt Stadelmann, warum auf den CO₂-Preis an der Tankstelle keine Mehrwertsteuer erhoben werden sollte, weshalb eine CO₂-Steuer gegenüber einer Mengensteuerung Vorteile haben kann, warum neben ökologischer immer auch ökonomische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit berücksichtigt werden muss, wie energieintensive Industrien durch freie Zertifikate lange Zeit Renten erzielen konnten, warum negative Strompreise unethisch sind, weshalb die Höhe des CO₂-Preises daran gekoppelt werden sollte, wie viele Emissionen weltweit tatsächlich bepreist sind und warum er trotz allem nicht die Hoffnung aufgibt, dass liberale Demokratien lernfähig sind.
Mit seinen ungewöhnlichen und teils provokanten Thesen hinterfragt Stadelmann unsere gesamte Energie- und Klimadebatte. Haben wir uns über Jahre etwas vorgemacht? Wie viel ist uns Klimaschutz wirklich wert? Und was müssen wir tun, damit wir nicht nur das Klima, sondern auch unseren Wohlstand schützen.
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Nils Hesse berät und unterstützt die Denkfabrik R21 in Fragen der Ordnungspolitik und der Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. Er hat Abschlüsse in VWL, BWL, Social Science und Politikwissenschaften und an der Uni Freiburg / Abteilung für Wirtschaftspolitik promoviert. Nils Hesse hat unter anderem als Redenschreiber im Bundeswirtschaftsministerium, Referent beim BDI, Wirtschaftspolitischer Grundsatzreferent im Kanzleramt, Journalist, Economic Analyst bei der EU-Kommission, Lehrbeauftragter und Fraktionsreferent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gearbeitet. Derzeit arbeitet er an einer Habilitationsschrift zum Thema „Ordoliberalismus und Populismus“.
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