Was braucht Deutschland für eine zukunftsfähige, sichere und bezahlbare Energieversorgung? Unter dieser Leitfrage haben wir gestern zu unserer Energiekonferenz nach Berlin eingeladen und gemeinsam mit hochkarätigen Gästen über die energiepolitischen Weichenstellungen für unser Land diskutiert.
Bereits zur Eröffnung setzte R21-Leiterin Dr. Kristina Schröder einen wichtigen Impuls: Wohlstand braucht Energie! Kein Land der Welt verbindet hohen Wohlstand mit einem niedrigen Energieverbrauch. Und in Zukunft werden wir nicht weniger, sondern mehr Energie benötigen.
Für eine kritische Bilanz der bisherigen Energiewende sorgte Professor Dr. Joachim Weimann. Seine Zahlen sind ernüchternd: Seit dem Jahr 2000 sei der Anteil fossiler Energien am deutschen Energiemix lediglich von 80 auf 75 Prozent gesunken – bei Kosten von rund einer Billion Euro. Sein zugespitztes Fazit: „Bei der Energiewende haben wir nichts erreicht.“
Eine beeindruckende Konfrontation mit der Realität lieferte das von Martin Wiesmann moderierte internationale Panel: Länder wie die USA, Kanada, Finnland und Schweden haben die Kraft zu Korrektur und Weiterentwicklung ihrer Energie- und Nuklearstrategien.
Auch die Zukunft der Kernenergie wurde intensiv diskutiert. Dr. Martin Pache von Westinghouse Electric brachte dabei eine bemerkenswerte Perspektive ein: Deutschlands stillgelegte Kernkraftwerke könnten nach seiner Einschätzung noch weitere 40 Jahre betrieben werden. Eine Aussage, die der Debatte über die Zukunft der Kernenergie zusätzliche Brisanz verleiht.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen darüber hinaus das Verhältnis von erneuerbaren Energien und Kernkraft, die Möglichkeiten einer Wiederinbetriebnahme deutscher Kernkraftwerke sowie die Perspektiven neuer Reaktortechnologien.





