Shutterstock 2540272045

Grundlinien einer bürgerlichen Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitisch hat Deutschland offensichtlich zu viele falsche Abzweigungen genommen. Die kleinteilige und dirigistische Energiewende, ein überdimensionierter und zur Untätigkeit anreizender Wohlfahrtstaat, eine nicht auf die Erfordernisse des Arbeitsmarkts ausgerichtete Migrationspolitik, zunehmende industriepolitische Hybris, Überregulierung sowie die im internationalen Vergleich hohen Steuern entfalten in ihrer Kombination eine toxische Wirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wirtschaftsstandorts.

Die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland, die gewachsenen mittelständischen Strukturen, das bewährte duale Ausbildungssystem, die weiterhin hohe Innovationsfähigkeit oder die gute Einbindung Deutschlands in den europäischen und weltweiten Freihandel, können die Lasten einer fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik kaum noch ausgleichen. Die vielen guten Ideen und Geschäftsmodelle, die deutsche Forscher und Unternehmer noch immer entwickeln, werden zu häufig an anderen Standorten umgesetzt. In dieser Situation gilt es, sich auf die deutschen Stärken und die bewährten Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft zu besinnen. Weder die lenkende Industriepolitik Frankreichs, die aggressive Geoökonomie Chinas oder die fiskalische Expansion der USA können Deutschland Orientierung geben. Deutschland muss wieder seinen eigenen Weg zu mehr Produktivität, Wachstum, Sicherheit und Wohlstand für alle finden. Dieser Weg wird nachfolgend beschrieben.

Sie finden den achten Eckpfeiler einer bürgerlichen Wirtschaftspolitik hier.

Author

  • Nils Hesse

    Nils Hesse berät und unterstützt die Denkfabrik R21 in Fragen der Ordnungspolitik und der Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. Er hat Abschlüsse in VWL, BWL, Social Science und Politikwissenschaften und an der Uni Freiburg / Abteilung für Wirtschaftspolitik promoviert. Nils Hesse hat unter anderem als Redenschreiber im Bundeswirtschaftsministerium, Referent beim BDI, Wirtschaftspolitischer Grundsatzreferent im Kanzleramt, Journalist, Economic Analyst bei der EU-Kommission, Lehrbeauftragter und Fraktionsreferent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gearbeitet. Derzeit arbeitet er an einer Habilitationsschrift zum Thema „Ordoliberalismus und Populismus“.

    Alle Beiträge ansehen
703 Fördermitglieder aktuell
Unser Ziel 1.000
70%
Noch 297 bis zum Ziel!
Jetzt Fördermitglied werden

Neueste Beiträge

Am meisten gelesen

Tags

Denkfabrik R21 Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden

News

Ähnliche Artikel

„Antimuslimischer Rassismus – was soll das sein?“, fragt Hasnain Kazim in der neuen Folge des R21-Podcasts „Frei heraus“. Der pakistanischstämmige...

Als „schlechthin konstituierend für die freiheitlich-demokratische Grundordnung“ hat das Bundesverfassungsgericht die Meinungsfreiheit in seinem Lüth-Urteil von 1958 beschrieben. Sie gilt...

In dieser Folge spricht Nils Hesse mit Matthias Zehlinger und Steffen Hentrich vom VDMA über die Reform des EU-Emissionshandels, den...

Die Entwicklung habe an den Universitäten begonnen und sei inzwischen im Staat angekommen: Immer häufiger gerate die Meinungsfreiheit unter Druck,...

Deutsche Schulen setzen immer noch auf „Tablet-Klassen“ – ein Irrweg, schreibt Kristina Schröder in ihrer aktuellen Kolumne in der „Welt“....

Der Gastbeitrag wurde erstmals am 1. März 2026 in der Allgemeinen Zeitung (VRM) veröffentlicht. Sie können ihn hier nachlesen. Vorletztes...

Von Barbara Zehnpfennig Ideologisch begründete Gegnerschaften leben von Vereinfachungen. Obwohl sich das Links – Rechts-Schema auf die gegenwärtigen politischen Frontstellungen...

Die kritische Gegenöffentlichkeit in unserem Mediensystem ist so vital wie lange nicht mehr. Dem aufklärerischen Wert der Nius-Recherche zur KI-Montage...

Dr. Jacques Schuster führte das Interview, das erstmals am 22. Februar 2026 in der WamS erschienen ist. Sie finden es...