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Die Straße von Hormus als Prüfstein westlicher Strategie

Die USA und die Islamische Republik Iran haben sich auf ein 14 Punkte umfassendes Memorandum of Understanding geeinigt, das am 17. Juni 2026 unterzeichnet wurde. Nach erheblichen kurzfristigen militärischen Erfolgen der USA und Israels ist es dem Mullah-Regime gelungen, durch die Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus das Blatt zu wenden. Doch der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Mullah-Regime wird in eine neue Phase treten, und der Westen muss mehrere strategische Lehren ziehen, um langfristig seine Sicherheitsinteressen gegen das islamistische Regime durchzusetzen.

Executive Summary

  • Die Militärkampagne der USA und Israels gegen die Islamische Republik Iran erzielte zunächst erhebliche Erfolge, verfehlte jedoch die politischen Ziele eines Regimewechsels und Volksaufstands.
  • Der Wendepunkt des Krieges lag auf See: Durch Minen, Drohnen und asymmetrische Bedrohungen erhöhte das Regime die Risiken in der Straße von Hormus so stark, dass Reedereien und Versicherungen die Passage weitgehend mieden.
  • Die Krise offenbart eine strategische Schwäche des Westens. Eine starke Marine allein reicht nicht aus, um globale Handelsströme dauerhaft abzusichern.
  • Der Konflikt bestätigt zentrale Thesen von Andrew Lambert: Dauerhafte Seemacht erfordert ein maritimes Ökosystem aus Handelsflotte, Infrastruktur, Versicherungen sowie Identität und Kultur.
  • Die Sicherung der Straße von Hormus wird damit zu einer langfristigen strategischen Aufgabe. Notwendig sind Investitionen in maritime Infrastruktur, Handelsflotten, alternative Transportwege und die Fähigkeit, eine mehrjährige Eindämmungs- und Blockadestrategie gegen das iranische Regime durchzuhalten.

Das vollständige Policy Paper finden Sie hier.

Gefördert durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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