Für Reformen braucht man Ei… Mut! Deutschland braucht Reformen – darin sind sich viele schnell einig. Schwieriger wird es, wenn sie konkret werden. Wie viel Risiko muss eine Regierung eingehen, wenn sie wirklich etwas verändern will? Und wie viel Mut braucht ein Bundeskanzler, wenn notwendige Reformen in der eigenen Partei, beim Koalitionspartner oder bei den Wählern auf Widerstand stoßen?
Darüber spricht Steffen Dähne mit Béla Anda. Anda war von 2002 bis 2005 Chef des Bundespresseamtes und Sprecher der Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder. Damit erlebte er aus nächster Nähe und vermittelte eine der folgenreichsten Reformphasen der jüngeren deutschen Geschichte: die Agenda 2010 und die Auseinandersetzungen um Arbeitsmarkt, Sozialstaat und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Was lässt sich aus dieser Zeit für die Gegenwart lernen? Wie setzt man Reformen um, deren Nutzen womöglich erst Jahre später sichtbar wird? Muss Politik bereit sein, für grundlegende Veränderungen auch etwas zu riskieren? Wann wird Kompromissbereitschaft zur Reformbremse? Und wie schafft Deutschland heute wieder eine so ambitionierte Reformagenda wie damals? Ein Gespräch darüber, was echte Reformbereitschaft ausmacht – und wie viel Mut und Risikobereitschaft ein Bundeskanzler braucht, wenn notwendige Veränderungen politisch unbequem werden.
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